Geschichte von Bitcoin

Die Geschichte von Bitcoin war bis zum heutigen Tag äußerst turbulent und erfolgreich.  Es handelt sich um die weltweit erste digitale Krypto-Währung basierend auf einer Blockchain. Von den Anfängen im Jahr 2008 bis in den Herbst 2017 hat sich der Wert von Bitcoin in US-Dollar durchschnittlich alle 8 Monate verdoppelt.

2008-2010: Die Anfänge von Bitcoin

Der Begriff Bitcoin tauchte erstmals am 18. August 2008 mit der Registrierung der Domain Bitcoin.com auf. Wenige Wochen später veröffentlichte zudem in gewisser Satoshi Nakamoto ein Paper mit dem Titel „Bitcoin: A Peer-to-Peer Electronic Cash System“. Dieses stellte das Konzept von Bitcoin vor. Zwei Monate später wurde der erste Bitcoin-Client veröffentlicht, und die ersten 50 Bitcoin wurden mit dem Genesis-Block gemined.

Es handelte sich dabei um den Startschuss der weltweit ersten Blockchain. Eine Technologie, die nun gut 9 Jahre später, aufgrund seines revolutionären Potentials in aller Munde ist.

Am selben Tag wurde auch die erste Bitcoin-Transaktion durchgeführt. Der Empfänger von 10 Bitcoin war der Programmierer Hal Finney. Satoshi Nakamoto zog sich bald darauf aus dem Bitcoin-Projekt zurück. In den folgenden Jahren erlangte er aufgrund seiner unklaren Identität einen gewissen Legendenstatus. Unterdessen trieb die Bitcoin-Foundation unter dem Chefentwickler Gavin Andresen das Projekt weiter voran.

Bitcoin entwickelte sich weiter und fand mehr und mehr Unterstützer. Am 22. Mai 2010 wurde die Kryptowährung erstmals als Zahlungsmittel eingesetzt. Bi der legendären Transaktion wurden zwei Pizzen für den Preis von 10.000 Bitcoin erworben – was heute einem kleinen Vermögen entsprechen würde.

2011-2015: Der Aufstieg von Bitcoin

Die Bitcoin-Community wuchs in den folgenden Jahren, und auch erste Organisationen wie Wikileaks oder die Electronic Frontier Foundation akzeptierten die Krypto-Währung. Wenig später tauchte die digitale Währung auch in den Mainstream-Medien auf und erlangte so größere Bekanntschaft. In dieser Zeit entstanden weiters erstmals neue Krypto-Währungen, wie etwa Litecoin.

Tausende Händler akzeptieren Bitcoin

Im September 2012 wurde die Bitcoin-Foundation mit der Absicht gegründet, das globale Wachstum von Bitcoin zu beschleunigen. Und dieses Wachstum erfolgte in rasantem Tempo. Neben prominenten Dienstleistern wie der Blogging-Plattform WordPress, zählte die Website Bitpay.com inzwischen weltweit über 1000 Händler, die Bitcoin als Zahlungsmittel akzeptierten.
Bis zum Jahr 2013 war der Bitcoin-Kurs inzwischen von Bruchteilen eines Cents auf über 22 US-Dollar gestiegen. Allerdings traten auch technische Probleme auf. Dazu zählt eine temporäre Hard-Fork im März, sowie Unregelmäßigkeiten bei Bitcoin-Transaktionen auf Tauschbörsen wie Mt. Gox oder BitInstant. Diese konnten den Kurs jedoch stets nur vorübergehend sinken lassen: Im November erklomm der Kurs mit annähernd 1000 Dollar neue Höhen.

Der rasante Aufstieg von Bitcoin, aber auch die Eignung der digitalen Währung für illegale Aktivitäten, blieb auch großen Institutionen nicht unverborgen. Schließlich sahen sich Regierungen und Regulierungsbehörden zahlreicher Länder gezwungen, sich erstmals mit Bitcoin zu befassen. Einige Länder und Behörden sprachen Warnungen für die Nutzung aus. In China ging man gar einen Schritt weiter: Die People‘s Bank of China untersagte Finanzinstitutionen im Jahr 2013 generell die Verwendung der Digitalwährung.

Mt. Gox verunsichert Bitcoin-Community

Im Februar 2014 schockierte schließlich der erste große Diebstahl die Bitcoin-Community. Auf der Tauschbörse Mt. Gox wurden über 700.000 Bitcoin gestohlen. Für damals eine der größten Handelsplätze für Bitcoin bedeutete dies das Ende. Auch dem Bitcoin-Kurs setzte dieses Ereignis zu. Ein Abwärtstrend, der fast ein Jahr andauern sollte, setzte ein.

Im Jahr 2015 bewegte sich der Bitcoin-Kurs relativ wenig. Dies lag wohl an der allgemeinen Verunsicherung durch das Mt. Gox Ereignis, sowie an der damit verbundenen Ungewissheit der weiteren Entwicklung von Bitcoin. Weitere Hacks, wie etwa auf der Plattform Bitstamp, bei welchem 19.000 BTC gestohlen wurden, trübten die Stimmung. Der Verbreitung von Bitcoin taten diese Ereignisse jedoch keinen Abbruch. Inzwischen akzeptierten über 160.000 Händler die Krypto-Währung. In diesem Jahr startet die Ethereum-Blockchain, welche bis heute zur Krypto-Währung mit der weltweit zweithöchsten Marktkapitalisierung geworden ist.

2016 – 2017: Rasante Kursanstiege von Bitcoin

Im Jahr 2016 nahm die Anzahl der Anhänger Kryptowährung nach wie vor immer mehr zu. Von einer Währung für Entwickler, Hacker und Kriminelle, hat sich Bitcoin inzwischen zu einer Zahlungsmöglichkeit für vielen legale Unternehmen und Plattformen entwickelt. Die Akzeptanz der digitalen Währung erreichte stetig neue Sphären. Unglücklicher Weise endeten auch die Diebstähle und Hacks nicht. Auf Bitfinex etwa wurden im November 2016 annähernd 120.000 Bitcoin gestohlen. Dennoch übersprang Bitcoin im Frühjahr 2017 erstmals den Wert von 1000 US-Dollar. Ein neues Allzeithoch war nach über zwei Jahren erreicht. Weltweit waren inzwischen über 700 Bitcoin-Bankomaten im Einsatz.

5000 Dollar: neuer Höhepunkt der Geschichte von Bitcoin

Das Jahr 2017 sollte das wohl bisher erfolgreichste Jahr in der Geschichte von Bitcoin werden. Der Kurs übersprang Anfang September erstmals die 5000 Dollar Marke, was einer Marktkapitalisierung von über 80 Milliarden US-Dollar entspricht. Inzwischen sind über 1000 alternative Kryptowährungen entstanden, sogenannte Altcoins, welche ebenfalls Marktkapitalisierungen in Milliardenhöhe erreichen. Mit dem steigenden Interesse sowie immer mehr Nutzern der Währung, treten auch Probleme an der Funktionsweise von Bitcoin zutage: Vor allem steigen Kosten und Dauer von Transaktionen. Die Community arbeitet an Lösungen für diese neuen Herausforderungen. Diese führten schließlich zu den ersten Hardforks der Bitcoin-Blockchain: Bitcoin Cash entsteht, und noch weitere werden folgen, mit dem Ziel, Bitcoin zu verbessern.

Bitcoin ist inzwischen zu einem für viele Menschen interessanten Investment geworden. Die internationale Finanzwelt, sowie zahlreiche Großbanken, beschäftigen sich längst mit Bitcoin. Auch die Mainstream-Medien berichten inzwischen intensiv über die Kursentwicklungen. Dies hat auch mit der zunehmenden Akzeptanz von Bitcoin als Zahlungsmittel zu tun. In Japan etwa ist die Krypto-Währung als Zahlungsmittel seit 2017 anerkannt. In Ländern wie Venezuela ist die Krypto-Währung zum sicheren Hafen geworden, wenn es darum geht sich gegen Krisen und Hyperinflationen abzusichern.

Der seit Beginn seiner Entstehung steigende Kurs der ältesten Kryptowährung ist umso erstaunlicher, wenn man sich mit der bewegten Geschichte von Bitcoin beschäftigt. Klar ist, dass sie mit Sicherheit um das ein- oder andere turbulente Kapitel reicher werden wird.